Rassekaninchen

Folgende Rassekaninchen werden von unseren Vereinsmitgliedern gezüchtet.

Deutsche Riesen weiß und grau:

Die Riesenkaninchen sind eine Gruppe von besonders großen Kaninchenrassen. Die Gruppe umfasst in Deutschland folgende Rassen:

  • Deutsche Riesen (Gewicht über 7 kg)
  • Weiße Riesen (Deutsche Riesen, weiß) (Gewicht über 6,5 kg)
  • Deutsche Riesenschecken (Gewicht über 6,0 kg)
  • Für das Riesenkaninchen liegt im Standard des ZDRK mittlerweile eine Höchstgrenze für das Gewicht der Deutschen Riesen vor. Diese Grenze beträgt 11,8 kg.
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Deutscher Riese weiß von Heini Schuster

Chinchilla grau:

Unter Chinchillakaninchen werden zwei Rassen des Hauskaninchens verstanden, das Großchinchillakaninchen mit einem Gewicht von 4,5 bis 5,5 kg und das Kleinchinchillakaninchen mit einem Gewicht von 2,25 bis 3,25 kg.

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Chinchilla grau

Charakteristisch für beide Rassen ist die bläulich getönte, aschgraue Färbung mit der möglichst flockigen, durch das Grannenhaar hervorgerufenen Schattierung. Die Verteilung der Farbzonen entspricht dem wildfarbiger Kaninchen. Die charakteristische Färbung wird hervorgerufen durch eine Mutation des Gens für die Farbbildung (Deutsches Symbol A, Englisches Symbol C) zu achi bzw. ach2, die den Verlust des gelben Pigmentes im Haar hervorruft, die entsprechenden Zonen bleiben weiß. Die Chinchillafärbung gehört zur Albinoserie. Die Kaninchenrasse wurde nach dem Chinchilla benannt, da es dem Chinchillafell je nach Ausprägung mehr oder weniger ähnlich sieht.

 

Wiener blau und grau:

Als Wiener oder Wienerkaninchen bezeichnet man eine Gruppe mittelgroßer Kaninchenrassen, die eine ähnliche Größe und Körperform haben. Sie stellen keine Farbenschläge einer Rasse dar, sondern selbständige Rassen mit eigener Geschichte. Benannt sind die Wiener nach der Stadt Wien, da dort der Blaue und der Weiße Wiener erstmals gezüchtet wurden.

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Wiener blau

 

Neuseeländer rot:

Der Rote Neuseeländer ist eine mittelgroße, auffallend blockige, leuchtend rotgelb gefärbte Kaninchenrasse, von etwa 4-5 kg Gewicht. Es handelt sich um ein gelbwildfarbiges Kaninchen mit ausgeprägter Wirkung von Gelbverstärker.

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Neuseeländer rot

Kleinwidder grau:

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Zwergwidder grau

Gemeinsames Merkmal der Widderkaninchen sind die seitlich am Kopf herabhängenden Ohren. Ihren deutschen Namen haben die Widderkaninchen von der typischen gewölbten Form des Kopfes (Ramsnase), die im Profil der Kopfform eines männlichen Schafes gleicht. Durch den etwas heraufgezogen knorpeligen Ohrenansatz entsteht auf dem Kopf eine kleine Wulst, die sogenannte Krone. Die Ohren sollen mit der Öffnung nach innen frei herabhängend (Hufeisenbehang) getragen werden, eine Ausnahme macht hier der Englische Widder. Der Körper ist meist kurz und gedrungen, jedoch beim Englischen Widder lang und schlank. Junge Widderkaninchen haben zunächst Stehohren, erst im Laufe des Wachstums, ab der 4. – 6. Lebenswoche oder später kippen die Ohren um.

Widderkaninchen gelten insgesamt als etwas ruhiger und weniger schreckhaft. Sie werden somit eher zutraulich, weshalb die kleinen Formen nicht selten auch in der Wohnung gehalten werden.

 

Schwarzgrannen:

Das Schwarzgrannenkaninchen ist ein weißes Kaninchen mit braunen Augen, über dessen Fell ein rußartiger schwarzer Schleier liegt, der durch schwarzgespitzte Grannenhaare bewirkt wird. Lediglich an den sogenannten Wildfarbigkeitsabzeichen (Bauch, Blumenunterseite, Innenseite der Läufe, Kinnbackeneinfassung der Läufe und Augenringe) fehlt die schwarze Begrannung. Genetisch handelt es sich um ein gelbwildfarbiges Kaninchen, bei dem die Ausbildung der gelben Farbe durch die gleichzeitige Wirkung des Chinchillafaktors unterdrückt wird.

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Schwarzgrannen

Farbenzwerge grau:

Die Farbenzwerge gehören heute zu den beliebtesten Kaninchenrassen, sowohl bei Rassekaninchenzüchtern als auch bei Heimtierhaltern.

Die charakteristische, von den anderen Kaninchenrassen unterschiedliche Körperform mit dem rundlichen, kompakten Körper, den kurzen kleinen Läufen und dem relativ großen Kopf mit den großen Augen und den eng zusammenstehenden kurzen Ohren der Farbenzwerge, wird, wie beim Hermelinkaninchen durch den so genannten Zwergfaktor hervorgerufen. Das Gewicht der Farbenzwerge liegt idealerweise zwischen 1,1 und 1,35 kg, Tiere, die unter 1,0 kg bzw. über 1,5 kg wiegen, werden auf Rassekaninchenschauen von der Bewertung ausgeschlossen.

Mittlerweile ist eine Vielzahl von Farbenschlägen anerkannt und ständig werden weitere als Neuzüchtungen vorgestellt. Im Prinzip kann gesagt werden, dass jeder Farbenschlag, der bei den größeren Kaninchenrassen existiert, zumindest versuchsweise als Farbenzwerg gezüchtet wird. Zur Zucht von Punktscheckenzwergen siehe Genetik des Hauskaninchens

Oft besitzen Farbenzwerge eine genetisch bedingte Zahnfehlstellung der Schneidezähne (Brachygnathia superior). Durch einen zu kurz gezüchteten Oberkiefer stehen die unteren Schneidezähne vor den oberen, sodass sich die Zähne nicht gleichmäßig abnutzen können. In so einem Fall müssen die Schneidezähne regelmäßig gekürzt werden, da das Kaninchen sonst kein Futter mehr aufnehmen kann. Das Kürzen sollte beim Tierarzt mit einer Trennscheibe erfolgen, ein Kürzen mit einer Zange ist nicht anzuraten, da die Zähne splittern können. Auf Ausstellungen werden diese Tiere von der Bewertung ausgeschlossen, tritt dieser Fehler auf, ist auf konsequente Auslese der Zuchttiere

Hermelin Blauauge:

Das Hermelinkaninchen ist eine Kaninchenrasse aus der Gruppe der Zwergkaninchen. Das Hermelinkaninchen wird in zwei verschiedenen Farbenschlägen gezüchtet. Während der ältere, rotäugige Farbschlag (Hermelin, Rotauge) ein Albino ist, handelt es sich beim blauäugigen Farbenschlag um ein leuzistisches Tier. Kreuzungen der beiden Farbenschläge ergeben in der F1-Generation farbige Nachkommen.